Mansfeld-Löbbecke Racing | Im Gespräch mit Profis und Procar-Piloten
Mansfeld-Löbbecke-Racing ist ein Team der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung und nimmt an der ADAC-Rennserie Dacia-Logan-Cup teil. Jugendliche mit psychischen Erkrankungen übernehmen Verantwortung für ein Rennsport-Team. Als Organisatoren und Boxen-Crew führen sie die Fahrer durch den Dacia-Logan-Cup 2015.
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Im Gespräch mit Profis und Procar-Piloten

Der Trip zu den Blancpain-GT-Masters in Belgien war ein tolles Erlebnis – professioneller Motorsport aus nächster Nähe. Aufmerksam beobachtete das Team die Crews in der Boxengasse und nutzte jede Gelegenheit zum Fachgespräch. Zum Beispiel mit Andreas Pinhart (Reiter-Engineering), Victoria Fross und Jeremy Krüger (beide IMC-Motorsport).

Gallardo REX

Gallardo REX

Der Lamborghini steht im Parc fermé. Die Mechaniker sitzen erschöpft in der prallen Sonne. Andreas erzählt.

Wie kommst du zum Motorsport?
Ich bin seit zehn Jahren dabei. Ich habe übrigens auch im Logan-Cup begonnen. (Alle lachen) Mit Christopher Haase, der fährt jetzt für Audi. Seit acht Jahren bin ich Mechaniker bei Reiter.

Was macht Reiter-Engineering?
Wir sind spezialisiert auf den Umbau von Lamborghinis. Unser aktuelles Modell ist der Gallardo REX mit 600 PS. Mit dem sind wir natürlich auch im Motorsport aktiv.

Oh – den hätte ich gern. Was kostet der denn? (Alle lachen)
Mehr als 300.000 € sollte man schon übrig haben.

Von links: Ricardo, Daniel Rutten, Benjamin, Victoria, Jan, Nico, Till Ruhe

Von links: Ricardo, Daniel Rutten, Benjamin, Victoria, Jan, Nico, Till Ruhe

Was kannst du uns als Motorsport-Rookies für Tipps geben?
Die Leidenschaft muss da sein, sonst geht es nicht. Am Auto muss man immer Reifen und Bremse im Blick haben!

Victoria (24) fährt ihre zweite Procar-Saison. Das ML-Racing-Team freut sich über das Foto mit der hübschesten Fahrerin in der DTC.

Du bist du einzige Frau am Steuer. Wie ist das für dich?
Ich falle schon auf. Die Zuschauer staunen, wenn ich den Helm abnehme. (lacht) Aber in der Szene bin ich voll akzeptiert. Die Männer vergessen schon mal, dass ich dabei bin. Da hört man interessante Sprüche! (lacht)

Was begeistert dich am Motorsport?
Ich war immer schon fasziniert und habe alle möglichen Rennen verfolgt. Wenn ich jetzt selbst im Auto sitze, spüre ich pures Adrenalin. Und ich lerne viele tolle Menschen kennen. Es ist eine große Motorsportfamilie.

Mini in der DTC

Mini in der DTC

Jeremy ist zweitjüngster Fahrer in der DTC. Er lebt in Leonberg bei Stuttgart und geht noch zur Schule. Das Team von ML-Racing kennt ihn vom Bördesprint. Jeremy und Steve Kirsch waren gern gesehene Boxen-Nachbarn.

Du bist erst 16 Jahre alt und schon dein viertes Rennen in der DTC gefahren. Wie geht das?
Ich fahre immer schon Kart, zuletzt German-Team-Championship. Bei einer Talentsichtung am Sachsenring habe ich Steve Kirsch kennengelernt. In seinem Mini bin ich ein paar Rennen gefahren im letzten Jahr.  Auch beim Bördesprint in Oschersleben. Und in diesem Jahr wagen wir die Procar.

Steve Kirsch nennt man doch „Mr. Mini“. Ist das wirklich der beste Mini-Fahrer in Deutschland?
(Jeremy lacht) Er gehört bestimmt zu den besten! Er ist ein perfekter Trainer. Ich bin froh, dass er mich jetzt durch die erste Procar-Saison begleitet.